Jänner-Arbeitslosigkeit sank um mehr als 22.000 Personen

433.385 arbeitslos oder in Schulungen des AMS gemeldete Personen bedeuten einen erfreulichen Rückgang an arbeitssuchenden Menschen gegenüber dem Vorjahr um 22.475 bzw. 4,9%. Schon auf den ersten Blick auffallend ist diesmal die deutlich schwächere Entwicklung am Bau mit einem Rückgang von nur mehr 2,6%. Ein Umstand, der jedoch weniger auf eine Konjunkturabschwächung hindeutet, sondern wohl mit der Wetterlage erklärt werden kann. Während aktuell in weiten Teilen Österreichs Schnee liegt, war der Jänner 2018 einer der wärmsten der Messgeschichte.


  • Veröffentlicht 01.02.2019
  • Bundesland Österreichweit

"Des einen Leid, des anderen Freud: Nicht nur die Schnee- sondern auch die Buchungslage ist in den österreichischen Skigebieten zu Beginn der Semesterferien ausgezeichnet und die Branche zeigt mit fast -7% den höchsten Rückgang an Arbeitslosigkeit aller wichtigen Branchen. Gutes Personal zu finden und auch halten zu können, ist für Österreichs Tourismusbetriebe von besonderer Bedeutung“, so Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS)

Die Zahl der Beschäftigten wächst im Januar hingegen auf geschätzte 3.717.000 Personen. Damit gibt es um +68.000 bzw. +1,9% mehr unselbständige Beschäftigungsverhältnisse als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 9,0%, das ist ein Rückgang von -0,4%-Punkten gegenüber dem Januar 2018. Die Arbeitslosenquote nach internationaler Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT liegt für Dezember 2018 bei 4,7% (-0,7), Österreich liegt damit an zehnter Stelle in der EU und unter dem EU-Durchschnitt von 6,6%. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen nach internationaler Definition liegt für Dezember bei 8,9% (-0,8).

Ende Januar 2019 standen beim AMS 68.823 sofort verfügbare Stellen zur Verfügung, um +9.720 bzw. +16,4% Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gelang es im ersten Monat des Jahres 2019 bereits 52.202 arbeitssuchenden Personen aus AMS Vormerkung heraus eine Beschäftigung aufnehmen. Darunter waren 7.215 unter 25-Jährige und 8.437 Personen über 50 Jahre. Am Lehrstellenmarkt zeigt sich Ende Januar österreichweit eine Lehrstellenlücke von 1.258 Lehrstellen (-183). Zwar stieg die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen im Vorjahresvergleich um +20,6%, ohne die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung standen den 6.572 sofort verfügbare Lehrstellensuchenden dennoch nur 5.314 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. Es zeigen sich wiederum deutliche Unterschiede nach Bundesländern: Stehen in Salzburg aktuell jedem sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden rund 3 sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber, übersteigt in Wien die Nachfrage nach Lehrstellen klar das Angebot, hier stehen einer sofort verfügbaren offenen Lehrstelle aktuell sieben Lehrstellensuchende gegenüber.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 11. März 2020