Aktuelles vom niederösterreichischen Arbeitsmarkt - März 2023

LR Rosenkranz und AMS NÖ-Vizechefin Kern: Arbeitslosigkeit seit mehr als zwei Jahren rückläufig


  • Veröffentlicht 03.04.2023
  • Bundesland Niederösterreich

Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich geht bereits seit 25 Monaten in Folge zurück. Ende März 2023 sind 39.763 Personen beim AMS in Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt. Um 2.065 oder 4,9% weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das ist österreichweit der stärkste relative Rückgang (Österreich: -0,9%). Inklusive Schulungsteilnehmer_innen befanden sich 48.955 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (-3,9% gegenüber dem Vorjahr).
Der Bestand an unselbständig Beschäftigten in Niederösterreich liegt im März bei 654.000 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 1,1%. Davon waren 291.000 Frauen (+1,4%) und 363.00 Männer (+0,8%).
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,7% und damit um 0,3%-Punkte unter dem Niveau des Vorjahres (Ö: 6,2%).

„Trotz der wirtschaftlichen Schwäche und massiven Teuerung in den letzten Monaten hat sich der Arbeitsmarkt in Niederösterreich im ersten Quartal des Jahres 2023 gut entwickelt: Die Arbeitslosigkeit konnte um 6,7% sowie die Langzeitarbeitslosigkeit um satte 44,0% gesenkt werden. Besonders erfreutlich ist der Rückgang bei den Älteren mit 11,3% sowie bei den Frauen mit 9,9%. Ebenso ging die Arbeitslosigkeit bei den Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen überproportional mit 10,0% zurück.“
Arbeitsmarkt-Landesrätin, Susanne Rosenkranz

„Die Stellenbesetzung konnten in den ersten drei Monaten um 9,9% gesteigert werden. Von den 22.150 freien Stellen, die mit einer passenden Arbeitskraft besetzt werden konnten, war der überwiegende Teil als Vollzeitstellen ausgeschrieben. Im heurigen Jahr haben die Berater_innen des AMS NÖ den arbeitsuchenden Kund_innen bereits 193.672 Vermittlungsvorschläge gemacht. Außerdem konnten insgesamt 27.572 Jobsuchende ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beenden.“
AMS NÖ-Vizechefin Sandra Kern

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Geschlecht, Alter, Branche und Region
Sowohl Frauen (-7,3% bzw. -1.384) als auch Männer (-3,0% bzw. -681), Personen im Haupterwerbsalter (-2,6% bzw. -554) und auch der Großteil der älteren Arbeitskräfte ab 50 (-10,5% bzw. -1.830) profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im März 2023. Von niedrigem Niveau aus hat die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen (+10,0% bzw. +319) zugenommen.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit betrifft alle maßgeblichen niederösterreichischen Branchen. Im Handel (-601) und im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen (-387) fällt die Arbeitslosigkeit deutlicher geringer aus. Der drittstärkste Rückgang gegenüber März 2022 ergibt sich in der Warenproduktion (-226), gefolgt vom Bereich der Gebäudebetreuung und Arbeitskräfteüberlassung (-200) sowie der öffentlichen Verwaltung (-168).

Das Gros der Regionen Niederösterreichs verzeichnet weiterhin einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter sind die niederösterreichischen Bezirke Hollabrunn (-13,2%), Baden (-10,9%), Korneuburg (-9,3%), Neunkirchen (-7,7%) und Gänserndorf (-7,7%).

Langzeitarbeitslosigkeit bleibt große Herausforderung
12,7% aller arbeitslosen Personen in Niederösterreich suchen bereits ein Jahr oder länger einen Job. Das sind in Summe 5.031 Personen in Niederösterreich. Diese Zahl ist so niedrig wie zuletzt im Jahr 2014.

„Die Langzeitarbeitslosigkeit in Niederösterreich konnte im Vergleich zum Vorjahr um beinahe die Hälfte gesenkt werden. Niederösterreich zählt damit ganz klar zu den Top-Performern in Österreich. Trotzdem gestaltet sich unsere Vermittlungsarbeit zwischen Arbeitskräften und offenen Jobs zunehmend schwierig. Mehr als die Hälfte aller langzeitarbeistlosen Personen in Niederösterreich haben Vermittlungseinschränkungen wie gesundheitliche Probleme. Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt daher weiter ganz oben auf unserer Agenda.“
Arbeitsmarktlandesrätin Susanne Rosenkranz und AMS NÖ-Vizechefin Sandra Kern

2023: Weiter starke Arbeitskräftenachfrage
Die niederösterreichischen Unternehmen suchen weiterhin nach Arbeitskräften. Ende März 2023 sind mit 18.931 freien Stellen um -6,1% und damit etwas weniger als vor einem Jahr gemeldet. Ein so hohes Stellenangebot wie in den letzten Monaten hat es in Niederösterreich noch nie gegeben.

Rückfragehinweis für die Red.: AMS NÖ, Mag. Martina Fischlmayr; 0664/83 50 517.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. Mai 2023