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Wien, Wien, 01.02.2012
Jänner-Arbeitslosigkeit stieg um 2,7 Prozent auf 318.027 Jobsuchende
Beschäftigung weiter auf Rekordhöhe - Arbeitslosenquote mit 4,1 Prozent EU-weit am niedrigsten
Die Arbeitslosigkeit stieg in Österreich wieder leicht an. Ende Jänner waren mit insgesamt 318.027 Jobsuchenden um 8.443 oder 2,7 Prozent mehr Personen arbeitslos als vor einem Jahr. Die Gesamtbeschäftigung stieg in Österreich um 52.000 auf insgesamt 3.375.000. Die Arbeitslosenquote nach österreichischer Berechnungsmethode lag bei 8,6 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Nach EU-Berechnung betrug die österreichische Arbeitslosenquote im Dezember - das ist der aktuellste verfügbare Wert - 4,1 Prozent. Österreich hat damit weiterhin mit die mit Abstand niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU.
Frauen (+4,7 Prozent) waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Männer (+1,7 Prozent), da in einigen männerdominierten Wirtschaftszweigen die Arbeitslosigkeit noch immer sinkt. So gingen die Arbeitslosenzahlen am Bau (-2,1 Prozent) und in der Industrie (-2,4 Prozent) zurück. Die international schwächelnde Konjunktur traf in der Industrie vor allem die Leiharbeitskräfte: Dort gab es mit plus 10 Prozent den stärksten Zuwachs von allen Branchen.
Schwächer entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Dienstleistungsbereich: Trotz guter Schneelage stieg die Arbeitslosigkeit im Tourismus um 5,8 Prozent. Auch im Handel waren mit plus 5 Prozent mehr Arbeitslose zu verzeichnen.
Die Industriebundesländer Vorarlberg (-5,5 Prozent) und Oberösterreich (-0,1 Prozent) verzeichneten sinkende Arbeitslosenzahlen, während in allen anderen Bundesländern die Arbeitslosigkeit angestiegen ist.



