Arbeitslosenquote im Bundesland Salzburg beträgt 4,7 Prozent

Ende Jänner sind 13.596 Personen beim AMS Salzburg als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 736 Personen bzw. 5,7 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Davon haben 4.970 arbeitslose Personen bereits eine Einstellzusage (36,6 Prozent). Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 0,5 Prozent auf rund 275.000 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor) im Bundesland Salzburg beträgt 4,7 Prozent, das ist nach Tirol der niedrigste Wert in ganz Österreich.


  • Veröffentlicht 02.02.2024
  • Bundesland Salzburg

Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit sind im Vergleich zum Vorjahr alle Arbeitsmarktbezirke betroffen, besonders die Stadt Salzburg. Hier sind derzeit 5.063 Menschen beim AMS arbeitslos vorgemerkt, 389 Personen mehr (+8,3 Prozent) als im Vergleich zum Vorjahr. In Bischofshofen beträgt die Zunahme 9,3 Prozent, hier sind 1.966 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen – und zwar neben der Warenherstellung im gesamten Branchenmix. AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer ortet erste Anzeichen der prognostizierten Eintrübung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit hat in den Wirtschaftszweigen Beherbergung und Gastronomie sowie im Handel und in der Herstellung von Waren besonders angezogen. 

Rückgang an offenen Stellen

Ende Jänner 2024 sind im Bundesland 8.010 offene Stellen beim AMS Salzburg gemeldet, das ist etwa um ein Fünftel weniger als im Vorjahresvergleich (-2.167 offene Stellen bzw. -21,3 Prozent). Auch hier sind fast alle Regionen des Bundeslandes, außer Hallein, betroffen. Signifikate Rückgänge an offenen Stellen gibt es in den Branchen Beherbergung und Gastronomie, Arbeitskräfteüberlassung, Gebäudereinigung, im Handel sowie in der Herstellung von Waren. „Trotz dieses Trends bewegen sich die offenen Stellen immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Corona-Pandemie“, erklärt Jacqueline Beyer.  

Am Lehrstellenmarkt gibt es immer noch ein Überangebot an offenen Lehrstellen. Ein_e Lehrstellensuchende_r kann aus etwa drei offenen Lehrstellen wählen. Zwar ist die Zahl der offenen, sofort verfügbaren Lehrstellen um 10,9 Prozent (-129) auf 1.058 gesunken, aber ihnen stehen lediglich 317 Lehrstellensuchende gegenüber.

Bewährtes Programm der Fachkräfteausbildung wird jetzt noch attraktiver

Seit 2019 konnte das AMS Salzburg 4.140 Personen am Weg zur Fachkraft begleiten. Dank den bewährten Förderungen Arbeitsplatznahe Qualifizierung (AQUA) und „Lehre 18 plus“ konnten alleine im abgelaufenen Jahr 2023 insgesamt 479 Personen den Karriereschritt zur begehrten Fachkraft der Zukunft antreten. Zusätzlich sind im Vorjahr noch 480 Personen in Kurse des AMS mit Lehrabschluss eingetreten.

Bei AQUA haben arbeitslose Kund_innen die Möglichkeit, eine Ausbildung in einem nachgefragten Bereich sowohl in einer externen Bildungseinrichtung als auch praxisnah in einem Betrieb zu absolvieren. Die Kosten dafür teilen sich das AMS und das Ausbildungsunternehmen. „AQUA ermöglicht es Betrieben, ihre künftigen Mitarbeiter_innen gezielt nach den eigenen Anforderungen auszubilden“, erklärt Arbeitsmarktexpertin Jacqueline Beyer. 

Die Zahl der AQUA-Teilnehmer_innen ist von 196 im Jahr 2022 auf 171 im Vorjahr 2023 gesunken. Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Lebenserhaltungskosten. „Gemeinsam mit den Sozialpartner_innen haben wir uns dafür eingesetzt, dass die AQUA-Betriebe nun Zuschüsse bis zur Geringfügigkeitsgrenze an die AQUA-Teilnehmer_innen leisten können“, freut sich die AMS-Landesgeschäftsführerin. Sie verrät: „AQUA wurde angepasst, um zukünftig ein attraktiveres Angebot für unsere Teilnehmer_innen zu sein. Mit der Möglichkeit, diesen Zuschuss bis zur Geringfügigkeitsgrenze beizusteuern, erhöhen die Betriebe ihre Chance, als attraktive_r Arbeitgeber_in künftig mehr ausbildungsbereite Personen für sich zu gewinnen.“ Die Geringfügigkeitsgrenze beträgt in Österreich 518,44 Euro pro Monat im Jahr 2024.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. Februar 2024