ARBEITSMARKT BURGENLAND, DEZEMBER 2023


  • Veröffentlicht 03.01.2024
  • Bundesland Burgenland

Wieder mehr arbeitslose Personen (+3,7% im Vorjahresvergleich)

  • 9.963 Burgenländer_innen sind beim AMS Burgenland vorgemerkt (+3,7% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich sind 1.486 in Schulungen (+7,3%). Insgesamt suchen 11.449 Personen einen Job.
  • Bei der Zahl der Beschäftigten wird ein leichter Anstieg von 0,7% prognostiziert: Plus 1.000 Personen auf 109.000 Beschäftigte.
  • Regionale Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitslosigkeit: von +8,2% in Oberwart bis -1,2% in Oberpullendorf.
  • Bestand der offenen Stellen sinkt um -23% im Vergleich zum Vorjahr.
  • Zahl der Lehrstellensuchenden sinkt (-29%), Zahl der offenen Lehrstellen (-24%) geht zurück.

„Am letzten Tag des Jahres 2023 waren im Burgenland knapp 10.000 Personen ohne Job. Das sind um 360 Personen mehr als noch im Dezember des Vorjahres. Auch 2024 wird die Zahl der Arbeitslosen noch leicht steigen. Der Arbeitsmarkt ist jedoch mit einem blauen Auge davon gekommen. Wir wagen außerdem einen optimistischen Blick in das kommende Jahr. Denn laut der aktuellen WIFO-Prognose dürften wir uns derzeit am Höhepunkt der Rezession befinden. Für 2024 wird ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. 2025 soll es dann wieder bergauf gehen. Und das wird auch dem Arbeitsmarkt gut tun“, blickt AMS-Landesgeschäftsführerin Mag.a Helene  Sengstbratl optimistisch in die Zukunft.

Arbeitslosigkeit: stärkster Anstieg bei ausländischen Arbeitskräften, Langzeitbeschäftigungslosigkeit weiter rückläufig

9.963 Personen waren mit Stichtag Ende Dezember 2023 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um 3,7% mehr als im Dezember des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen um +6,4% auf insgesamt 329.328 Personen.

Geschlechtsspezifisch gibt es im Burgenland einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Männern (+4,7%) als bei den Frauen (+2,3%). Insgesamt waren zum Stichtag 6.047 Männer und 3.916 Frauen arbeitslos gemeldet.

Nach Alter zeigt weiterhin eine stabile Entwicklung bei Älteren ab 50 Jahren (-0,8%). Bei Jugendlichen bis 25 Jahre ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von 4,7% zu beobachten. Besonders erfreulich bleibt die Entwicklung bei den Langzeitbeschäftigungslosen mit einer weiteren Abnahme um -10% im Vergleich zum Dezember des Vorjahres.

Unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den burgenländischen Bezirken

Regional gibt es deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Am stärksten angestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen in Oberwart (+8,2%) und in Neusiedl am See mit 5,5%. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Bezirk Oberpullendorf (-1,2%) leicht ab. 

Branchenentwicklung: Offene Stellen in den Bereichen Bau und Warenherstellung stark rückläufig

Die größte Zahl der Arbeitslosen verzeichnet saisonbedingt der Bau mit rund 2.000 Arbeitslosen, gefolgt vom Handel mit knapp 1.500 Personen ohne Job. Absolut betrachtet stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten am Bau (+123 Personen) und in der Warenherstellung (+112). Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigt sich in der öffentlichen Verwaltung (-60) sowie im Bereich der Arbeitskräfteüberlassung (-28). 

Die Zahl der offenen Stellen (Bestand) ist insgesamt stark rückläufig. Vor allem der Bau (-108 Stellen) und die Warenherstellung (-61) sind Treiber dieser Entwicklung. Ein Plus gibt es nur in der öffentlichen Verwaltung (+40 Stellen) sowie im Gesundheitsbereich (+18).

Der Bestand der dem AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende Dezember bei 1.064 (-23% im Vorjahresvergleich).

Bei den offenen Lehrstellen gibt es ein Minus von -24%. Derzeit sind 115
Lehrstellen beim AMS gemeldet – dem gegenüber stehen 117 Lehrstellensuchende (jeweils sofort verfügbar), was einen Rückgang von 29% bedeutet.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. Januar 2024