Ende April hat sich die Arbeitsmarktlage saisonbedingt etwas entspannt - Trotzdem: Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr noch über der 10%-Marke
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen liegt Ende April 2013 bei rund 97.000 (Schätzung*), was eine minimale Zunahme (um 0,2%) gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3.450.000 unselbständig Beschäftigte erwartet (+ 19.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten an die 3.300 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt wurde deren Arbeitslosigkeit in 102 Tagen beendet.
Ende April waren beim AMS Burgenland 7.436 Arbeitslose vorgemerkt (3.380 Frauen und 4.056 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank vor allem saisonbedingt im Vormonatsvergleich um 2.572 bzw. 25,7%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im April im Vergleich zum Vorjahr um 695 bzw. 10,3% zu. Einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichnete das AMS bei Männern, Älteren, AusländerInnen und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 849) lag um 13,2% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 21.298 bzw. 8,5% zu beobachten.
Ende April nahmen 2.496 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 309 Personen mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen lag somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei rund 9.900 (+ 1.004 bzw. + 11,2% ggü. Vorjahr).
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Der ungewöhnlich lange Winter hat im März zu einer zusätzlich Verschärfung der Lage vor allem im Bau- und Baunebengewerbe geführt und die Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe ansteigen lassen. Im April hat sich aber die Arbeitsmarktlage saisonbedingt wieder etwas entspannt: aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des erhöhten Arbeitskräfteangebots bewegt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber noch immer über der 10%-Marke. Vor allem Ältere und Arbeitskräfte in den Hilfs-, Metall-Elektro- und Bauberufen kommen mehr unter Druck.“
Auffallende Trends der Arbeitslosigkeit im Burgenland jeweils im Vergleich zum Vorjahr:
• Im Bezirk Mattersburg (+ 18,1%) und Eisenstadt (+ 13,0%)
• Bei den Bau- (+ 78), den Metall-Elektro- (+ 150) und den Hilfsberufen (+ 162)
• Bei Männern (+ 12,1% mehr Arbeitslose), ausländischen Personen (+ 14,3%), Älteren (+ 14,8%) und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 19,0%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 7,1% unter dem Bundesschnitt (7,3%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende April bei 494, das waren um 18,5% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 12,2% reduziert. Im April wurden rund 860 Stellen vom AMS Bgld akquiriert – gleichzeitig an die 580 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 17 Tage.
Ende April standen auf dem Lehrstellenmarkt den 93 Lehrstellensuchenden (- 30 ggü. Vorjahr) insgesamt 68 offene Lehrstellen (- 24 ggü. Vorjahr) gegenüber. Aktuell nützen 500 Jugendliche, die keinen betrieblichen Lehrplatz finden konnten, BAG-Lehrgänge und Lehrwerkstätten für ihre Facharbeiter-ausbildung.
Ungewöhnlich langer Winter sorgt für Tristesse am Arbeitsmarkt - Stagnierende Beschäftigung bei außerordentlich hoher Saisonarbeitlosigkeit
Ende März waren beim AMS Burgenland 10.008 Arbeitslose vorgemerkt (3.938 Frauen und 6.070 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank vor allem saisonbedingt im Vormonatsvergleich um 2.228 bzw. 18,2%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im März im Vergleich zum Vorjahr um 1.346 bzw. 15,5% zu. Einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichneten Männer, Ältere, AusländerInnen und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 2.812) lag um 17,1% über dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 26.271 bzw. 10,0% zu beobachten.
Ende März nahmen 2.302 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 178 Personen mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen lag somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei rund 12.300 (+ 1.524 bzw. + 14,1% ggü. Vorjahr).
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des erhöhten Arbeitskräfteangebots bewegte sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten um die 6% über dem Vorjahresniveau. Der ungewöhnlich lange Winter hat jetzt die Lage vor allem im Bau- und Baunebengewerbe zusätzlich verschärft und zu einer dem Krisenjahr 2009 vergleichbaren Entwicklung bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigten geführt. Im Lauf des Aprils sollte sich aber die Arbeitsmarktlage wieder normalisieren und auf den aktuelle Prognosepfad – es wird von einem Plus von 400 Arbeitslosen und 600 Beschäftigten ausgegangen – zurückkehren.“
Auffallende Trends der Arbeitslosigkeit im Burgenland jeweils im Vergleich zum Vorjahr:
• Im Bezirk Stegersbach (+ 26,4%) und Eisenstadt (+ 19,8%)
• Bei den Bau- (+ 485), den Metall-Elektro- (+ 183), den Verkehrs-/Handels- (+ 187) und den Hilfsberufen(+ 166)
• Bei Männern (+ 20,7% mehr Arbeitslose), Älteren (+ 16,3%), Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 18,2%) und ausländischen Personen (+ 26,2%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 9,6% deutlich über dem Bundesschnitt (7,7%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende März bei 533, das waren um 4,2% mehr Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 11,9% reduziert. Im März wurden rund 860 Stellen vom AMS Bgld akquiriert – gleichzeitig an die 580 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 14 Tage.
Ende März standen auf dem Lehrstellenmarkt den 113 Lehrstellensuchenden (- 13 ggü. Vorjahr) insgesamt 59 offene Lehrstellen (- 12 ggü. Vorjahr) gegenüber. Aktuell nützen 500 Jugendliche, die keinen betrieblichen Lehrplatz finden konnten, BAG-Lehrgänge und Lehrwerkstätten für ihre Facharbeiterausbildung.
Anstieg der Arbeitslosigkeit hält unvermindert an - Gleichzeitig nur mehr geringes Beschäftigungswachstum
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen liegt Ende Feber 2013 bei rund 91.000 (Schätzung*), was eine Zunahme um 0,3% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3,415.000 unselbständig Beschäftigte erwartet (+ 23.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten an die 1.300 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt wurde deren Arbeitslosigkeit in 68 Tagen beendet.
Ende Feber waren beim AMS Burgenland 12.236 Arbeitslose vorgemerkt (4.204 Frauen und 8.032 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank vor allem saisonbedingt im Vormonatsvergleich um 476 bzw. 3,7%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im Feber im Vergleich zum Vorjahr um 716 bzw. 6,2% zu. Einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichneten jüngere (weibliche) Personen, AusländerInnen und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 5.066) lag um 0,8% über dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 16.337 bzw. 5,3% zu beobachten.
Ende Feber nahmen 2.471 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 168 Personen mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen lag somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei rund 14.700 (+ 884 bzw. + 6,3% ggü. Vorjahr).
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des erhöhten Arbeitskräfteangebots bewegte sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten um die 6% über dem Vorjahresniveau. Der saisonale Höhepunkt dürfte heuer bereits im Jänner erreicht worden sein. Die Zuwächse der Ausländerbeschäfigung aufgrund der Arbeitsmarktliberalisierung werden deutlich an Dynamik verlieren. Gleichzeitig sollte das inländische Arbeitskräfteangebot aufgrund der steigenden Erwerbsbeteiligung älterer Personen steigen. Die aktuelle Jahresprognose geht von einem Plus von jeweils 400 Arbeitslosen und Beschäftigten aus“
Auffallende Trends der Arbeitslosigkeit im Burgenland jeweils im Vergleich zum Vorjahr:
• Im Bezirk Eisenstadt (+ 11,5%), Stegersbach (+ 10,7%) und Oberpullendorf (+ 8,8%)
• Bei den Bau- (+ 249), den Handels- (+ 111), den Hilfs- (+ 100) und den Metall-Elektroberufen (+ 81)
• Bei jüngeren (+ 9,3% mehr Arbeitslose), Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 11,4%) und ausländischen Personen (+ 15,0%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 11,9% deutlich über dem Bundesschnitt (8,7%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Feber bei 434, das waren um 7,2% mehr Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 9,9% reduziert. Im Feber wurden knapp 900 Stellen vom AMS Bgld akquiriert – gleichzeitig an die 570 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 19 Tage.
Ende Feber standen auf dem Lehrstellenmarkt den 117 Lehrstellensuchenden (- 6 ggü. Vorjahr) insgesamt 47 offene Lehrstellen (- 10 ggü. Vorjahr) gegenüber. Aktuell nützen 500 Jugendliche, die keinen betrieblichen Lehrplatz finden konnten, BAG-Lehrgänge und Lehrwerkstätten für ihre Facharbeiter-ausbildung.